I/D Cologne, Köln

Auftraggeber: ID Cologne A1 und ID Cologne A2 GmbH, ein Joint-Venture der OSMAB Holding AG und der Art-Invest Real Estate

Architekt: RKW Architektur +, Düsseldorf

Leistungszeit: 2017 bis 2021

Leistung: Planung und Objektüberwachung, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Fördertechnik, Gebäudeautomation, Feuerlöschtechnik, Mieterausbau

"Work. Live. Connect“. Unter diesem Leitbild entsteht auf dem ehemaligen Güterbahnhofsareal das neue Quartier I/D Cologne. Die grundlegende Idee des neuen Bürostandorts: Ein identitätsstiftendes Viertel, in dem die Nutzer vor allem zukunftsweisende Arbeitswelten vorfinden werden. „New-Work“ – das bedeutet moderne Technologie, vernetztes Arbeiten, Kollaborationen, flexible Office-Konzepte und projektbezogene Werkräume. All dies wird im I/D Cologne Wirklichkeit – I/D Cologne bietet der Kreativwirtschaft, dem Mittelstand, Start-ups oder auch dem produzierenden Gewerbe optimale Bedingungen, um erfolgreich in die digitale Transformation zu starten. Auftakt des insgesamt 160.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassenden Quartiers bilden die beiden Gebäude auf den Baufeldern A1 ("Haus am Platz") und A2 ("Design Offices"), entworfen von RKW Architektur +. Auf den Grundstücken entstehen zwei siebengeschossige Büro- und Geschäftsgebäude mit 45.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche sowie einer eingeschossigen Tiefgarage, die beide Baukörper miteinander verbindet. Die Gebäude interpretieren die industriell geprägte Nachbarbebauung mit Ziegelfassaden auf moderne Art und Weise und bieten offene Raumstrukturen. Die Erdgeschossflächen dienen vorwiegend als Co-Working bzw. Business- und Konferenzzonen mit gastronomischen Angeboten, in den Obergeschossen sind weitere Büroräume angeordnet, die als flexible Multi-Tenant-Flächen geplant wurden.

Als das Projekt 2017 startete, wünschte sich die Art-Invest einen Planungspartner mit BIM-Erfahrung (Building Information Modeling). Das Projekt wurde interdisziplinär als "open BIM" Projekt umgesetzt. Zwei bedeutende Aspekte mussten für die technische Gebäudeausrüstung besonders beachtet werden: Die Büroräumlichkeiten sollten in höchstem Maße flexibel und individuell gestaltbar sein, um dem Konzept des „New-Work“ gerecht zu werden und darüber hinaus soll das Großprojekt I/D Cologne zukunftsweisend auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit sein. Angestrebt werden unter anderem die LEED Zertifizierungen „Gold“ und „Wiredscore“. Ladestationen für Elektroautos in der Tiefgarage leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung. Das Energiekonzept basiert zudem auf autarken Fernwärmeübergabestationen und luftgekühlten Kaltwassersätzen.

 

Die Büros werden mittels Betonkernaktivierung geheizt und gekühlt, in den Konferenzbereichen sichern 4-Leiter-Flächensysteme die Möglichkeit des individuellen Temperierens. Fußbodenheizungen und Türluftschleieranlagen gewährleisten in den Foyers den thermischen Komfort. Die Büroflächen sind mit dem neuesten Stand der Technik ausgestattet worden. Mit dimmbarer Beleuchtung und tageslichtabhängigen Stehleuchten wird zudem der Energieverbrauch gering gehalten. Sowohl die „Design Offices“ wie auch das „Haus am Platz“ verfügen über eine individuelle Zutrittskontrollanlage. Darüber hinaus können in den Aufzugsanlagen multimedia- und webbasierte Inhalte angezeigt werden, oder, je nach Bedarf, sicherheits- und gebäuderelevante Themen. Bis 2027 soll das gesamte Quartier fertiggestellt werden, im Februar 2020 wurde bereits das Bauteil A2 abgeschlossen. Bereits im ersten Quartal des Jahres 2021 konnten die neuen Mieter ihre Flächen in den „Design Offices" sowie im „Haus am Platz“ beziehen.

Fotos: © ZWP Ingenieur-AG (S. Feld); Baustellenfotos: © Annika Feuss Fotografie; BIM Visualisierungen: © ZWP Ingenieur-AG