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Wissenswertes
ZWP Ingenieur-AG
Planung und Objektüberwachung für Technische
Gebäudeausrüstung, Gebäudemanagement und Umweltschutz

Bürogebäude

Neu- und Umbau Hessischer Landtag, Wiesbaden


Projektdaten

Auftraggeber: Land Hessen, vertreten durch das Finanzministerium

Architekt: Waechter + Waechter, Darmstadt

Kosten TGA netto €: 2.600.000,00

Leistungszeit: 2004 bis 2008

Leistung: Planung und Objektüberwachung (LP 2-8), Sanitärtechnik, Heizungs- und Kältetechnik, Klimatechnik, Gebäudeautomation


Der Neubau des Plenarsaalgebäudes des Hessischen Landtages fügt sich in die städtebaulichen Linien des ehemaligen Stadtschlosses ein und integriert somit Altes und Neues in einem Gebäudeensemble. So wie der Neubau des Plenarsaalgebäudes in den Bestand sorgsam zu integrieren war, galt es, mit den haustechnischen Versorgungssystemen Anschluss an die Struktur der Liegenschaft zu finden. Die zur Medienversorgung (Wärme, Kälte, Frischluft, Trinkwasser, Sprinkler) notwendigen Technikzentralen wurden in den benachbarten Bestandsgebäuden („Mittelbauten“) untergebracht, die den Plenarsaal über einen unterirdischen Mediengang andienen. Von diesem Mediengang werden die Räumlichkeiten des Plenarsaals über Schächte erschlossen. Neben den konventionellen, in der Liegenschaft zur Verfügung stehenden Energiequellen konnte mittels Bohrpfahlaktivierung die Wärmeenergie des von warmen Quellen durchzogenen Untergrundes (14-20°) in die Gesamtkonzeption eingebunden werden. Über eine Wärmepumpe speist dieses System die Flächenheizungen des Plenarsaalgebäudes (Fußbodenheizung und Betonkernaktivierung), womit schätzungsweise 65 Prozent der gesamten Heizarbeit gedeckt sind. Sowohl Fußbodenheizung als auch Betonkernaktivierung können im Sommer mit Kühlwasser beaufschlagt werden, was dann durch die kühleren Oberflächen zur besseren Behaglichkeit beiträgt.

Zur Gewährleistung der Frischluftversorgung wird konditionierte Luft in die Räumlichkeiten gebracht. Die baulichen Möglichkeiten zur Integration der Lufteinbringung wurden ausgeschöpft: Die Zuluft für den Plenarsaal strömt über die Stufen des Plenums quellluftartig in den Raum und über eine im Oberlicht integrierte Schattenfuge wieder ab. In der Eingangshalle strömt die Luft über perforierte Wandverkleidungen flächig ein.

Die Abluft wird dezentral erfasst. Der Wärmeinhalt der Abluft wird über ein Kreislaufverbundsystem, welches in das Wärmepumpensystem eingebunden ist, dem Gebäude zum großen Teil wieder zugeführt.


Fotos: © Waechter + waechter Architekten BDA


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