Auszeichnung:
Renault Traffic Future Award
Planung und Objektüberwachung für Technische
Gebäudeausrüstung, Gebäudemanagement und Umweltschutz
Industrie | Rechenzentren
Hauptbahnhof Dresden, Generalsanierung des Empfangsgebäudes und Ausbau Halle Nord
Projektdaten
Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Schmidt, Stumpf, Frühauf & Partner, München
Architekt: Foster & Partners, Berlin
Kosten TGA netto €: 6.100.000,00
Leistungszeit: 2004 - 2006 (1. BA), 2006 - 2009 (2. BA)
Leistung: Planungsauftrag für die Leistungsphasen 3 - 7, Entwurfs- und Ausführungsplanung einschließlich Ausschreibung und Vergabe für die Gewerke Heizungs-, Raumluft-, Kälte- und Sanitärtechnik (mit Sprinklertechnik)
Preise: RIBA European Award 2007, Renault Traffic Future Award 2007
Ende des Jahres 2006 wurde der sanierte und umgebaute Dresdener Hauptbahnhof feierlich eingeweiht. Neben dem neuen Membrandach als Hauptelement des Umbaus wurde nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 auch das Empfangsgebäude grundlegend saniert. Für die Sanierung verantwortlich zeichnen Foster & Partners, London, in Zusammenarbeit mit ZWP Dresden für den Bereich Haustechnik.
Der Hauptbahnhof war 1898 nach den Plänen von Ernst Giese und Paul Weidner errichtet worden. Die 240 Meter lange und 120 Meter breite Gesamtanlage besteht aus einem massiven Empfangsgebäude, an das die drei Bahnsteighallen der Nord-, Mittel- und Südhalle anschließen. Die Mittelhalle ist als Kopfbahnhof, die beiden Seitenhallen als Hochgleisdurchgangshallen ausgebildet. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war der Bahnhof nur provisorisch renoviert worden, das Dach hatte beispielsweise lediglich eine Holzdeckung erhalten. Foster & Partners legten die originäre Substanz wieder frei und entfernten diverse Anbauten aus der Nachkriegszeit.
Der Entwurf des Empfangsgebäudes umfasste unter anderem die Rekonstruktion des historischen Kreuzganges und die Umnutzung der 400 Quadratmeter großen Warteräume als Reisezentrum sowie eine Markthalle mit Einzelhandelsflächen. Auf einer Gesamtgeschossfläche von circa 23.000 Quadratmeter entstanden diverse Restaurants und Foodbereiche. Hauptkriterium für die Planung der Haustechnik war die Entwicklung von Lösungen, welche die geforderten klimatischen Basiswerte erfüllen und, durch eine zu schaffende Modularität, einen Ausbau in den Marktbereichen entsprechend den speziellen Mieteranforderungen ermöglichen.

