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Wissenswertes

Schlagworte:

CT

PET

MRT

ZWP Ingenieur-AG
Planung und Objektüberwachung für Technische
Gebäudeausrüstung, Gebäudemanagement und Umweltschutz

Labor- und Institutsbau

Hannover Center of Translational Medicine (HCTM), Hannover


Projektdaten

Auftraggeber: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Architekt: Nickl & Partner Architekten, München

Kosten TGA netto €: 5.300.000,00

Leistungszeit: 2009 bis 2015

Leistung: Planung und Objektüberwachung, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Kältetechnik, Raumlufttechnik, Medizinische Gase, Mess- und Regeltechnik, Gebäudeleittechnik, Laborplanung, Nutzungsspezifische Anlagen


Das neue Zentrum für Translationsforschung (HCTM) setzt einen markanten, repräsentativen Auftakt innerhalb des neuen Medical Park Hannover. Mit dem Neubau für das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM wurde der Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in konkrete Anwendungen, wie Medikamente oder Therapien, beschleunigt. Der Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf den Atemwegs- und Infektionserkrankungen.
Der Neubau setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Funktionen zusammen: ca. 1.600 m² Hauptnutzfläche Büro, ca. 3.300 m² Hauptnutzfläche Labor- und Klinik und ca. 1.200 m² Hauptnutzfläche für Aufenthalts- und Übernachtungsbereiche. In den Untersuchungsbereichen werden bildgebende Geräte, wie Computertomographen (CT), Kernspintomographen (MRT) und Positron-Emissions-Tomographen (PET) aufgestellt.
Die erforderliche Heizleistung beträgt 920 kW und wird aus dem Fernwärmenetz der Enercity bereitgestellt. Die Büros, Behandlungsbereiche und die Unterkunft der Probanden werden mittels Bauteilaktivierung beheizt. Zur Erreichung einer hohen Behaglichkeit wurden in den Büros Plattenheizkörper als Zusatzheizung vorgesehen. So kann eine zügige und individuelle Regelbarkeit der Räume gewährleistet werden. Zusätzlich wurde das Rohrnetz als Vorhaltung für nachrüstbare Zusatzkühlelemente verwendet, die tagsüber betrieben werden können. Die Vorhaltung für die Zusatzkühlelemente erfolgt über separate Verteiler in den Abhangdecken und im Beton verlegte Rohrleitungen mit Anschlussdosen. Die Klimaanlagen werden mit variablen Luftmengen betrieben. Zur Optimierung der Kälteerzeugungsanlagen wurden die unterschiedlichen Verbraucher nach Systemtemperatur und Abnahmedauer analysiert und separaten Kälteerzeugungen, wie  Hochtemperatur 16/19°C und Niedertemperatur 6/12°C, zugeordnet. In Verbindung mit wasserbasierten Raumkühleinrichtungen (Bauteilaktivierung, Kühldecke, Umluftkühlgeräte) wird mit der Wahl der höheren Systemtemperatur das Potenzial für die Nutzung von Umweltenergie (z.B. freie Kühlung, Erdwärme) effektiver möglich. Der Gesamtkältebedarf beträgt 890 kW.
Die zentrale Drucklufterzeugung wurde im Dachgeschoss eingerichtet. Die medizinischen Bereiche im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss werden mit medizinischer Druckluft nach europäischem Arzneimittelbuch versorgt. Im Untergeschoss ist ein zentrales Gaslager für medizinischen Sauerstoff vorgesehen. Es werden Flaschenbatterien oder Gasflaschenbündel mit einem Gasdruck von 200 bar angeschlossen. Eine unterbrechungsfreie Versorgung wird durch automatisch umschaltende Druckminderbatterien sichergestellt. Im Laborbereich wird Reinwasser mit einer Entionisierungsanlage hergestellt. Die Parameter des erzeugten Reinwassers werden gemäß ISO 3693 Typ II definiert. Das Reinwasser Typ II wird für Spülmaschinen und den Autoklav sowie an den Laboreinrichtungen verwendet. Es wurde ein Vorratsbehälter und eine umlaufende Ringleitung vorgesehen.


Fotos: © Solveig Böhl (ZWP Ingenieur-AG)


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