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Wissenswertes
ZWP Ingenieur-AG
Planung und Objektüberwachung für Technische
Gebäudeausrüstung, Gebäudemanagement und Umweltschutz

Museen und Kultur

Neubau Historisches Museum, Frankfurt am Main


Projektdaten

Auftraggeber: Hochbauamt der Stadt Frankfurt am Main

Architekt: Lederer+Ragnardòttir+Oei

Kosten TGA netto €: 3.705.545,00

Leistungszeit: 2009 bis 2014

Leistung: Planung und Objektüberwachung, Sanitär-, Heizungs-, Kälte- und Raumlufttechnik, Sprinklertechnik, Gebäudeautomation, Löschanlagen


Im ursprünglichen Mittelpunkt Frankfurts entsteht am Rande des Römerberges ein Neubau für das Historische Museum. Das Museum besteht aus einem Ensemble von Gebäuden verschiedenen Jahrhunderten, welche um einen Innenhof gruppiert sind. Die Bauten des 12. Bis 19. Jahrhunderts wurden im Krieg stark zerstört und nun aktuell rekonstruiert. Der Gebäudeteil aus dem 20. Jahrhundert ist bereits abgetragen und wird durch einen modernen Museumsbau ersetzt.

Für die Versorgung der Historischen Bauten und für den Neubau übernimmt die ZWP Ingenieur-AG Verantwortung für Planung und Ausführung und realisiert nachfolgende energetische Konzeption. Nach den Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen 2010 der Stadt Frankfurt am Main müssen neu zu errichtende Gebäude zur Minimierung des Energiebedarfs dem Passivhausstandard genügen. In der Gesamtkostenanalyse wurden verschiedene Varianten zur Optimierung der Gesamtkosten untersucht. Die Variante mit Optimierung der Bauteile Außenwand und Flachdach stellt sich dabei wirtschaftlich sinnvoller dar als die Variante mit dem Passivhausstandard. In diesem Fall wird in den Leitlinien als energetischer Mindeststandard eine dreißig Prozent bessere Energieeffizienz gefordert, als die ENEV 2009 verlangt. Entsprechend wurde ein Nachweis nach DIN V 18599 geführt und gemeinsam mit dem Energiemanagement des Hochbauamtes die Gebäudehülle und die Haustechnik so optimiert abgestimmt, dass die geforderte Unterschreitung möglich wird.

Dabei dient die Lufttechnik hauptsächlich dem hygienischen Luftaustausch. Die Konditionierung der Raumluft zum Erreichen der konservatorisch erforderlichen Werte für die Ausstellungsstücke erfolgt hingegen über die temperierten Decken und der  massiven Gebäudehülle. Der konsequente Verzicht auf Abhangdecken  im Ausstellungsgebäude sorgt für einen großflächigen Anschluss der Raumluft an die Massivbauteile. Die wenigen Öffnungen und die sehr gute Dämmung der Außenwände minimieren gleichzeitig die energetischen Verluste.


3D-Grafiken: © Lederer+Ragnardòttir+Oei, Stuttgart


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