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Worth knowing

Schlagworte:

79 Gästezimmer für Pflege

12 Gästezimmer für Kurzzeitpflege

Besonderheit:

Lichtplanung

ZWP Ingenieur-AG
Planning and monitoring in the areas of building services and
facility-related environmental protection; facility management

Clinics | Care facilities

Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH, Nauen


Projektdaten

Auftraggeber: Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH, Rathenow

Architekt: GALANDI SCHIRMER | ARCHITEKTEN + INGENIEURE, Berlin

Kosten TGA netto €: 1.635.000,00

Leistungszeit: 2011 bis 2015

Leistung: Planung und Objektüberwachung, Heizungstechnik, Kältetechnik, Sanitärtechnik, Raumlufttechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Gebäudeautomation, Beleuchtungskonzept, Feuerlöschanlagen


Im etwa 40 Kilometer westlich von Berlin gelegenen Ort Nauen entstand ein neues Wohn- und Pflegezentrum für Senioren. Die ZWP Ingenieur-AG war mit der Planung und Objektüberwachung der technischen Gebäudeplanung  beauftragt. Im Dezember 2014 wurde das neue Gebäude fertiggestellt und die ersten Bewohner konnten einziehen.

Auf vier Geschossen befinden sich 79 Gästezimmer für pflegebedürftige Personen. Das Konzept sieht vor, dass in jeder Etage zwei voneinander abgetrennte Wohnareale entstehen. Ein Teil dient der Unterbringung der pflegebedürftigen Personen der andere der Unterbringung einer nahestehenden Bezugsperson, die sich bei Bedarf dauerhaft dort aufhalten kann. Dadurch soll ein familiäres Zusammenleben trotz Pflegebedürftigkeit ermöglicht werden. Die beiden Wohnflächen sind durch einen großzügigen, gemeinsamen Bereich miteinander verbunden. Die Idee ist, das Gemeinschaftsgefühl und die Kommunikation für alle Anwesenden zu fördern und so eine neue Form des Zusammenlebens zu gestalten.

Im Erdgeschoss sind Verwaltungsbüros und eine Kurzzeitpflege mit 12 Gästezimmern untergebracht. In den oberen Geschossen leben Bewohner mit leichter bis schwerer Demenz. Das Kellergeschoss hingegen dient der Installation der Gebäudetechnik sowie der Anordnung der notwendigen Lagerflächen. Jedes Gästezimmer wird mit einem eigenen Bad ausgestattet. Zur sicheren Umsetzung des gewünschten hohen Levels an Privatsphäre werden alle Zimmer mit Alarmierungstechnik in gehobenem Standard bestückt. Für die Auslösung von Notrufen durch die Bewohner kommt ein Schwesternrufsystem zum Einsatz. Der Schwesternrufserver dient dabei als zentrale Steuer- und Überwachungseinheit des Systems. Sämtliche Rufe werden mit Angabe der Zimmernummer, Name des Bewohners, Uhrzeit etc. angezeigt, protokolliert und auf die mobilen DECT-Telefone der Mitarbeiter weitergeleitet. Für die Alarmierung im Brandfall kommt eine flächendeckende Brandmeldeanlage zum Einsatz. 

Die Beheizung des Gebäudes wird über ein Blockheizkraftwerk (Grundlastdeckung) und ein Gasbrennwertkessel (Spitzenlastabdeckung) sichergestellt. Zur hygienischen Warmwasserbereitung kommt ein Speicherladesystem zum Einsatz, welches die Hälfte des prognostizierten Tagesbedarfes an Warmwasser bevorratet. Um eine Warmwasser- und Kaltwasserstagnation in den Gästebädern zu vermeiden, werden in deren Abgängen Strömungsteiler installiert.  Zur Komfortsteigerung in den Räumen und zur Belüftung fensterloser Bäder kommt in den Zimmern eine kontrollierte Wohnungslüftung, als Alternative zur Fensterlüftung, zum Einsatz.

Die ZWP Ingenieur-AG hat für die Gästezimmer des Pflegeheimes Beleuchtungskonzepte entwickelt, die der Möglichkeit einer flexiblen Möblierung folgen sollen. Ziel war es, eine unkomlizierte Beleuchtungssituation für drei verschieden Möblierungsvarianten vorzustellen. Geplant wurde mit energieeffinzienter LED-Technik.


Fotos: © Solveig Böhl (ZWP Ingenieur-AG)


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