Auftraggeber: Stadt Hennef (Sieg)
Architekt: Dietrich Untertrifaller Architekten GmbH, Frankfurt am Main
Leistungszeit: 2019 bis 2024
Leistung: Planung und Objektüberwachung (LP 1—8), Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Fördertechnik, Gebäudeautomation, Nutzungsspezifische Anlagen, Technische Anlagen in Außenanlagen
Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Blankenberg schafft moderne und bedarfsgerechte Arbeitsbedingungen für die örtliche Löscheinheit der Freiwilligen Feuerwehr. Mit der neuen Infrastruktur werden Einsatzbereitschaft, Abläufe und die schnelle Versorgung des nordöstlichen Stadtgebiets – einschließlich mehrerer ländlicher Ortsteile – erheblich verbessert. Der Neubau ersetzt das zu klein gewordene und nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Arbeits- und Unfallschutz entsprechende Bestandsgebäude und wurde als Maßnahmenbaustein des Integrierten Handlungskonzeptes der Stadt Blankenberg realisiert.
Das neue Gebäude entstand unmittelbar neben dem bisherigen Standort zwischen Scheurengarten und Eitorfer Straße. Die Anlage umfasst eine rund 500 m² große Fahrzeughalle mit sechs Toren für Löschfahrzeuge, Gerätewagen und Mannschaftstransporter sowie weitere Einsatzfahrzeuge. Auf zwei Geschossen befinden sich Büroräume, Sozial- und Sanitärbereiche, Küche, Schulungsraum, Fitnessraum sowie ein eigener Bereich für die Jugendfeuerwehr. Zusätzlich wurde eine zentrale Atemschutzwerkstatt für die gesamte Feuerwehr Hennef integriert. Das L-förmige Gebäude misst etwa 50 Meter in der Länge und 40 Meter in der Tiefe, der vorgelagerte Außenbereich dient als großzügige Park- und Übungsfläche.
Die Gebäudetechnik wurde umfassend auf die speziellen Anforderungen eines modernen Feuerwehrstandortes abgestimmt. Bei der Bauausführung wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Das Gebäude ist als Holz-Hybridkonstruktion aus Holzrahmenbau und Stahlbeton ausgeführt und aufgrund des Geländeverlaufs teilweise in den Hang eingebettet. Das Dach der Fahrzeughalle ist begrünt, zudem wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 14,5 kWp installiert. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Regenwasser wird zwischengespeichert und dient sowohl der Bewässerung der Grünflächen als auch als Löschwasserreservoir für Übungszwecke.
Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus entsteht ein leistungsfähiger, zukunftsfähiger Standort, der die Einsatzkräfte optimal unterstützt und zugleich ökologische sowie wirtschaftliche Aspekte der Gebäudetechnik berücksichtigt.
Fotos: © HG Esch, Hennef
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