Auftraggeber: Fraport Ausbau Süd GmbH, Frankfurt am Main
Architekten: Entwurf: Mäckler Architekten GmbH, Frankfurt am Main, Wenzel + Wenzel Freie Architekten, Karlsruhe
Leistungszeit: 2012 bis 2026
Leistung: Planung und Objektüberwachung, Elektrotechnik, Cyber Security
Mit Terminal 3 wurde die Süderweiterung des Flughafens Frankfurt im April 2026 feierlich in Betrieb genommen.
Terminal 3 basiert auf einem äußerst flexiblen, modularen System. Der Neubau wurde als „wachsendes Terminal“ („Growing Beetle“) konzipiert. Die gesamte Infrastruktur ist so ausgelegt, dass sie im laufenden Betrieb jederzeit erweitert, angepasst oder instandgehalten werden kann – ohne Beeinträchtigung des Flughafenbetriebs.
Im Mittelpunkt der Planung standen Wirtschaftlichkeit und maximale Flexibilität. Aus diesem Grund ist das gesamte Projekt konsequent modular aufgebaut – sowohl auf der Land- als auch auf der Luftseite sowie in allen Funktionsbereichen.
Die ZWP Ingenieur-AG verantwortete die Planung der elektrischen Energieversorgung für das Terminal inklusive der Piers H und J. Insgesamt wurden acht getrennte Trafostationen realisiert, die neben der allgemeinen Stromversorgung auch sicherheitskritische Verbraucher über Notstromsysteme absichern. Jede Station verfügt über ein eigenes Notstromaggregat mit einer Leistung zwischen 1.000 und 1.870 kVA. Damit ist eine autarke Versorgung der kritischen Infrastruktur über bis zu 72 Stunden gewährleistet.
Zusätzlich plante die ZWP Ingenieur-AG das komplette 10-kV-Mittelspannungsnetz zur Anbindung der Stationen. Dieses ist als ringförmiges System mit sieben Mittelspannungsringen zwischen zwei Umspannwerken auf der 110-kV-Ebene ausgeführt. In den einzelnen Stationen kommen jeweils drei bis sieben Transformatoren mit je 1.000 kVA zum Einsatz, wodurch eine redundante und zukunftssichere Energieversorgung sichergestellt wird.
Die rund 36.000 Meter Mittelspannungskabel sind in einem durchgängigen Leerrohrsystem verlegt. Ein umfassendes Schutzkonzept aus Kabel- und Sammelschienendifferenzschutz sowie UMZ-Schutz für die Transformatoren ermöglicht die selektive Abschaltung einzelner Fehlerstellen bei gleichzeitigem Weiterbetrieb der Anlage. Dadurch bleibt die Versorgung auch im Störfall weitgehend aufrechterhalten, während Leitungen jederzeit austausch- oder nachrüstbar bleiben.
Fotos: © Fraport AG
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