Auftraggeber: Diakoneo Diak Schwäbisch Hall gGmbH, Schwäbisch Hall
Architekt: Arcass Planungsgesellschaft mbH, Stuttgart
Leistungszeit: 1. BA: 2013 bis 2018 | 2. BA: 2015 bis 2030
Leistung: Planung und Objektüberwachung, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Nutzerspezifische Anlagen
Kosten TGA netto €: 10.716.000
Das Diakonie-Klinikum in Schwäbisch Hall wird in zwei Bauabschnitten durch mehrere neue Gebäude erweitert, der bestehende Gebäudebestand saniert, umgebaut und funktional in die Gesamtplanung eingebunden. Die ZWP Ingenieur-AG verantwortete die Planung und Objektüberwachung der technischen Gebäudeausrüstung für den ersten Bauabschnitt von 2013 bis 2018. Seit 2015 ist ZWP zudem mit der Planung und Objektüberwachung für den zweiten Bauabschnitt beauftragt.
Die Versorgung und Entsorgung mit Medien erfolgt über die bereits vorhandene Infrastruktur des Klinikums. Im Rahmen des ersten Bauabschnitts wurden zentrale Komponenten der Wärme- und Kälteversorgung – darunter die Fernwärmeübergabestation – vorgesehen und die technischen Voraussetzungen für die Nachrüstung zusätzlicher Kälteerzeuger geschaffen.
Die bei der Planung berücksichtigten Verteilungsnetze ermöglichen bereits den Anschluss weiterer Bauabschnitte und tragen so zu einer langfristig gesicherten Versorgung bei.
Ein GMP-Bereich (Good Manufacturing Practice) einschließlich zugehörigem Monitoringsystem zur Qualitätssicherung wurde für die Arzneimittelproduktion eingeplant. Alle Patientenzimmer erhielten eine kontrollierte Belüftung, bei der die Zuluft direkt in die Zimmer eingebracht und die Abluft über die innenliegende Nasszelle abgeführt wird.
Zum Einsatz kommt eine Hochleistungswärmerückgewinnungsanlage im Kreislaufverbundsystem. Ein Wärmetauscher ist in der Außenluftansaugung, ein weiterer in der Fortluftstrecke installiert. Die zurückgewonnene Wärme wird über ein Hydraulikmodul mit integrierter Regelung zur bedarfsgerechten Vorwärmung der Außenluft genutzt. Das System erfüllt die Anforderungen der DIN 1946-4 hinsichtlich Hygiene und verhindert eine Stoffübertragung zwischen Zu- und Abluftströmen. Der erzielte Wärmerückgewinnungsgrad liegt bei etwa 70 % (ausgeglichen trocken).
Bilder: © Fotografie Dietmar Strauß
Eckdaten:
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