Auftraggeber (Generalplaner/Architekt): wörner traxler richter
Leistungszeit: 2018 bis 2028
Leistung: Planung und Objektüberwachung, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Kältetechnik, Raumlufttechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Fördertechnik, Feuerlöschtechnik, Gebäudeleittechnik, Medienversorgungsanlagen, Inbetriebnahmemanagement
Am Universitätsklinikum Halle (Saale) entsteht am Standort Ernst-Grube-Straße mit dem Neubau Haus 12/13 die zukünftige zentrale Versorgungseinheit („Neue Mitte“) des Klinikcampus. Der Neubau bildet die infrastrukturelle Grundlage für die Bündelung medizinischer Funktionsbereiche. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2028 vorgesehen.
Der siebengeschossige Gebäudekomplex mit zwei zusätzlichen Untergeschossen umfasst rund 11.400 m² Nutzfläche und wird künftig zentrale klinische Funktionen zusammenführen. Insgesamt entstehen 246 Betten. Neben Allgemeinpflegestationen werden insbesondere technikintensive Bereiche integriert, darunter Intensivmedizin, Radiologie, Herzkatheter, Kardiologie und Angiologie, Endoskopie und Sonographie, Funktionsdiagnostik, Geburtshilfe, Dialyse sowie die Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie (DOUW).
Aus der Nutzung ergeben sich die für Krankenhausbauten üblichen Anforderungen an die technische Gebäudeausrüstung. Insbesondere für die bildgebenden und interventionellen Bereiche sind Anforderungen an Kälteversorgung, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) sowie eine gesicherte Stromversorgung zu berücksichtigen.
Die Gesamtmaßnahme gliedert sich in mehrere Teilprojekte:
• Bettenaufbereitung (BETA) • Interimsradiologie (INRA) • Rückbau Komplement Süd (RÜSÜ) • Neubau Haus 12/13
Im Zuge der Baufeldfreimachung erfolgen Medienumverlegungen aller TGA-Gewerke. Die Integration in die bestehende Campusinfrastruktur sowie die Aufrechterhaltung des laufenden Klinikbetriebs stellen dabei besondere Anforderungen an Planung und Bauablauf.
Für den Endausbau sind folgende Anschlussleistungen vorgesehen:
Heizung: 1.350 kW Kälte: 2.000 kW Lüftung: 160.000 m³/h Entrauchung: 62.000 m³/h Starkstrom AV: 950 kVA Starkstrom SV: 730 kVA
Mit dem Neubau wird eine bedarfsgerechte und zukunftsfähige TGA-Infrastruktur geschaffen. Der Fokus liegt dabei auf einer zuverlässigen Versorgung des Klinikbetriebs sowie auf einer wirtschaftlichen und betriebsgerechten Umsetzung.
© Visualisierung: wörner traxler richter
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