Upbeat, Berlin

Auftraggeber: CA Immo Deutschland GmbH

Architekt: Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH 

Leistungszeit: 2019 bis 2022

Leistung: Planung und Objektüberwachung Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Gebäudeleittechnik, Feuerlöschtechnik, Lichtplanung

Am nördlichen Ende der Europacity in Berlin, direkt am Hafenbecken des Nordhafens, entsteht das städtebaulich dominante Hochhaus „Upbeat“. Mit 82 Metern Höhe und einer Bruttogrundfläche von fast 37.840 Quadratmetern bildet der Solitärbau künftig das weithin sichtbare Entree in das neue Stadtquartier an der Ecke Heide- und Perleberger Straße. Die DKB wird die Räumlichkeiten zukünftig als exklusiver Mieter nutzen. 

 

Der hohe Glasanteil der Fassade ermöglicht ein weiträumiges Eindringen von natürlichem Tageslicht. Ein öffentliches Café sowie Lounge-Bereiche in der knapp 800 Quadratmeter großen und doppelgeschossigen Lobby schaffen Kommunikationszonen und informelle Treffpunkte. Über zwei Erschließungskerne sind großzügige, zusammenhängende Multifunktionsflächen und ein flexibles, kommunikatives sowie effektives Arbeiten angedacht. Neben den reinen Büroflächen sind Fahrradabstellplätze und ein großer Fitnessbereich für alle Mitarbeiter*innen vorgesehen.

Die ZWP Ingenieur-AG plant seit 2019 die technische Gebäudeausrüstung für das Projekt. Eine Besonderheit der Planung stellte das Unterschreiten des Jahresprimärenergiebedarfs des Gebäudeenergiegesetzes um mindestens 15 Prozent dar. 
Eine hocheffiziente Anlagentechnik wurde berücksichtigt, um dieser Vorgabe gerecht zu werden. Zusätzlich wird der Gesamtstrombedarf für Kälte durch den Einsatz von Kältemaschinen mit freier Kühlung zur energieeffizienten Kälteerzeugung gesenkt. Individuell pro Raum regulierbare Heiz- und Kühldecken sorgen für ein gutes Raumklima. Durch den Einsatz von innovativer und ressourcenschonender Klimatechnik werden neue Maßstäbe gesetzt. Sogar die Sprinklertanks dienen als Kältespeicher für die Kühldecken und tragen unmittelbar zur Reduzierung der Kälteleistung bei. Abgerundet wird das Energieversorgungskonzept durch adiabate Abluftbefeuchtung zur weiteren Minimierung der Kälteleistung. Dank zwei großer Dieselbetriebener Netzersatzanlagen kann das Gebäude bei Bedarf auch zu einem großen Teil energieautark betrieben werden. Diese sichern zum einen den Betrieb der sicherheitstechnisch relevanten Anlagen und zum anderen einen mehrtägigen Betrieb von nutzereigenen Anlagen und Arbeitsräumen.

Unterschiedlichste Technologien sorgen für einen reibungslosen Workflow des Smart Buildings und leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung. Durch Monitoring werden Energieflüsse gemessen, optimiert und durch prädikative Regelung die effiziente Nutzung der Anlagen sichergestellt. Eine flächendeckende E-Mobility-Ladeinfrastruktur ist bis zur Fertigstellung des Bürokomplexes im Jahr 2025 geplant.

Die Multifunktionalität der Büroflächen spiegelt sich auch im Beleuchtungskonzept wider. Normative Vorgaben wie Beleuchtungsstärken und Gleichmäßigkeit werden durch Einbaudownlights erreicht; deren flexible Anordnung ermöglicht eine maximale Flexibilität der Grundfläche. Eine Unterteilung in Einzelbüros oder Besprechungsräume ist jederzeit möglich, ohne Beleuchtung neu anpassen zu müssen.

Im Bürobereich berücksichtigt die Beleuchtung den zirkadianen Rhythmus der Mitarbeitenden. Durch eine automatisierte, dynamische Anpassung von Helligkeit und Lichtfarbe in Anlehnung an den Tagesverlauf steigt das Wohlbefinden der Nutzer. Zusätzlich kann die Beleuchtung via App individuell angepasst werden. Das Beleuchtungssystem ist vollständig in das Smart-Building integriert.
 
Angestrebt sind die Zertifizierungen DGNB Gold, WELL und Wired Score Platin für das Upbeat.

 

Visualisierung: © CA Immo