Auftraggeber: Krankenhaus Rummelsberg GmbH
Architekt: Ludes Architekten – Ingenieure GmbH
Leistungszeit: 2022 – 2027
Leistung: Planung und Objektüberwachung für die Gewerke Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Medizinische Gase, Feuerlöschtechnik, Gebäudeautomation
Kosten TGA netto €: 19.000.000
Am Universitätsklinikum Leipzig wird die bislang dezentral untergebrachte Nuklearmedizin in einem neuen Gebäudeteil zentralisiert. Der Neubau entsteht als Anbau an das bestehende Haus 3 und führt die derzeit in verschiedenen Gebäuden verteilten Funktionen – darunter die Bettenstation mit Heißlabor und Zyklotron sowie diagnostische und ambulante Einheiten – an einem Ort zusammen. Diese strukturelle Bündelung ermöglicht optimierte Abläufe in Diagnostik, Therapie und Logistik, insbesondere im Hinblick auf die Herstellung und den innerbetrieblichen Transport von Radiopharmaka. Gleichzeitig werden die Wege für Patientinnen und Patienten sowie das medizinische Personal deutlich verkürzt.
Das neue Klinikgebäude wird schwerpunktmäßig für die Herstellung und Anwendung von Radiopharmaka sowie für die Behandlung onkologischer Krankheitsbilder genutzt. Es umfasst unter anderem einen GMP-konformen Heißlaborbereich, ein Zyklotron, einen Bereich für Ganzkörperzählung, eine Schilddrüsenambulanz, eine stationäre Therapieeinheit sowie diverse Dienst- und Nebenräume. In der Planung wird besonderer Wert auf einen hohen Strahlenschutz, eine klare funktionale Trennung der sensiblen Bereiche sowie die Einbindung in den gewachsenen Bestand des Universitätsklinikums gelegt. Gleichzeitig wird der Entwurf zukünftige Erweiterungen berücksichtigen, um eine langfristige Nutzungsperspektive zu ermöglichen.
ZWP ist mit der Planung und Objektüberwachung der Technischen Gebäudeausrüstung beauftragt. Die Einbindung in die vorhandene Klinikstruktur stellt dabei besondere Anforderungen an die technische Planung. So werden die Anlagen des Neubaus an die zentralen Versorgungsnetze für Heizung und Kälte des Universitätsklinikums angebunden. Für die Behandlung radioaktiven Abwassers wird eine spezielle Abklinganlage auf Basis eines BioChroma-Systems geplant. Die raumlufttechnische Versorgung erfolgt über drei zentrale Anlagen mit einer Gesamtluftmenge von rund 45.000 Kubikmetern pro Stunde.
Die technischen Anforderungen im Bereich Strahlenschutz erfordern zusätzlich die Planung von Verpressungsanlagen für die radioaktive Abluft aus der Radiopharmakaproduktion. Diese wird in spezielle Zwischenspeicher geführt, um eine kontrollierte Abklingzeit sicherzustellen, bevor sie an die Umwelt abgegeben werden kann. Für die Therapiestation wird eine Abluftführung mit Aktivkohlefilterung vorgesehen. Darüber hinaus plant ZWP die zentrale Versorgung mit Labor- und Spezialgasen, einschließlich eines umfassenden Notfallmanagements. Ein weiterer zentraler Bestandteil ist das Abluft- und Raummonitoring, mit dem sowohl eine eventuell auftretende radioaktive Belastung als auch die Luftreinheitsklassen gemäß den Anforderungen der Guten Herstellungspraxis (GMP) kontinuierlich überwacht werden.
ZWP stellt sicher, dass nicht nur alle technischen Systeme den geltenden regulatorischen und medizinischen Anforderungen entsprechen sondern auch flexibel, zukunftsfähig und nachhaltig betrieben werden können und trägt damit maßgeblich zur Funktionalität, Sicherheit und Leistungsfähigkeit des neuen Zentrums für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig bei.
Bilder: © LUDES Architekten – Ingenieure GmbH
Wir benutzen Cookies, die für das Funktionieren der Website zwingend erforderlich sind. Über jede weitere Nutzung entscheiden Sie selbst.
Nicht zwingend erforderliche Cookies können mit der Weiterleitung personenbezogener Daten verbunden sein. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in unserem Impressum.
Mit Ihrer Auswahl bestimmen Sie über die Einbindung von externen Diensten und der damit verbundenen Datenspeicherung:
Weiterleitung von Daten außerhalb der EU
Aufgrund Ihrer Entscheidung können Daten über Ihr Nutzerverhalten auch an Unternehmen außerhalb der Europäischen Union übermittelt werden und unterliegen damit möglicherweise dem Risiko des Zugriffs nationaler Sicherheitsbehörden, ohne dass Sie dagegen einen dem europäischen Niveau entsprechenden Schutz Ihrer Rechte nutzen können.