Auftraggeber: Landeshauptstadt Stuttgart
Architekt: Delugan Meissl Associated Architects, Wien | DMAA
Leistungszeit: 2023 bis 2028
Leistung: Planung und Objektüberwachung, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Gebäudeautomation, Fördertechnik, Feuerlöschtechnik, Lichtplanung, Grundlicht, szenografisches Licht, Kinobeleuchtung
Kosten TGA netto €: 12.500.000,00
Mitten im Herzen von Stuttgart entsteht ein inspirierender Ort für die Welt des Bewegtbildes. Das Haus für Film und Medien vereint klassische und moderne Medienformen – von Film und Animation über Games bis hin zu zukunftsweisenden Technologien wie Virtual Reality, Augmented Reality und Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig wird es ein lebendiger Treffpunkt für Kreative und die gesamte Stadtgesellschaft.
Der Neubau soll auf rund 4.000 Quadratmetern als offenes Haus betrieben werden, das die medialen Kompetenzen der Menschen stärkt und damit gesellschaftliche Teilhabe fördert.
Das Gebäude umfasst 9 Ebenen: Technik liegt in den beiden Untergeschossen sowie im Erdgeschoss (Trafo), im fünften Obergeschoss und auf der Dachfläche.
Im Erdgeschoss befinden sich Gastronomie, im fünften und sechsten Obergeschoss zwei Kinos, darunter mehrere Multifunktionsräume, Pop-Up-Auditorien und Verwaltungsbereiche mit Werkstätten. Offene Rasterdecken bilden den visuellen Übergang zwischen Innen- und Außenraum und ermöglichen eine flexible Zugänglichkeit zur technischen Infrastruktur. Der Eingangsbereich wird von einer großen Freitreppe geprägt. Eine PV- und Medienfassade umschließt die obersten beiden Stockwerke, die übrigen Ebenen sind großflächig begrünt. Die großen Außenanlagen umfassen unter anderem Wasserspiele, städtische Biotope zum Schutz der Artenvielfalt, Freiflächen für temporäre Pavillons und Ausstellungen.
Das Gebäude wird als Sonderbau, ein Hochhaus und eine Versammlungsstätte gewertet, ergänzt durch ein Tragwerk aus Verbundträgersystemen. Die Elektrotechnik erfüllt sehr hohe Anforderungen und einen entsprechend hohen Ausstattungsstandard. Die erschwerten Platzverhältnisse durch die 9-stöckige Bauweise verlangen eine extrem kompakte Bauweise mit stark ausgereizten Höhen und Flächenmaßen, was eine präzise in die Architektur integrierte Haustechnik verlangt. Die TGA-Planung (Technische Gebäudeausrüstung) wird nahtlos in das Gesamtkonzept eingefügt, sodass Belüftung, Klima, Energieversorgung, IT-integrierte Systeme und grüne Fassadenkomponenten sichtbare Gestaltungselemente bleiben.
Höchste Anforderungen an eine kontrollierte Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung, Energieeffizienz und Steuerbarkeit prägen das Grundlicht für die Besucher- und Ausstellungsbereiche. Quaderförmige Anbau-Downlights werden diskret bündig in die Fugen zwischen den großformatigen Stegrasterdecken-Elementen eingelassen. Die Stromschienen für das szenografische Licht zur Akzentuierung der Exponate sind ebenfalls in den Deckenfugen angeordnet, kreuzweise alternierend mit den Lastenschienen zur Aufnahme von flexiblen Stellwänden. Die Stromschienenstrahler sind am Leuchtenkopf in der Helligkeit justierbar und so beim Einleuchten neuer Ausstellungen ohne Programmieraufwand schnell veränderbar. Über die ausladende Freitreppe gelangt man in die Beletage mit dem Foyer, dort begleitet eine Medienwand die Treppe bis in die oberen Geschosse. Wie ein Widerschein dieser Medienwand fängt sich in der Stegrasterdecke des Foyers das Licht der weitmaschig im Deckenhohlraum angeordneten Lichtdecken-Kacheln. Jede Kachel ist einzeln ansteuerbar und bildet je ein DMX-gesteuertes Pixel eines grobauflösenden Videobildes. Die Lichtdecken-Kacheln setzen sich in den Gebäudeüberhängen fort und lösen die Grenze zwischen Innen und Außen auf. Die Kinosäle greifen das Pixel-Motiv des Ausstellungskonzepts auf durch eine rasterartige Anordnung von farbwechselfähigen Deckeneinbau-Downlights und ebenso streng arrangierten Wandleuchten.
Bilder: © DMAA / Delugan Meissl Associated Architects
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