Forschungsneubau Proteinzentrum Halle, Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg

Auftraggeber: Land Sachsen-Anhalt, vertreten durch Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt

Architekt: HENN, Berlin

Leistungszeit: 2013 bis 2017

Leistung:  Planung und Objektüberwachung, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Elektrotechnik, Gebäudeautomation

 

Der Forschungsneubau des Proteinzentrums ist Teil der Martin-Luther Universität in Halle-Wittenberg und vereint 13 Arbeitsgruppen der Studiengänge Biologie, Biochemie, Pharmazie und Medizin unter einem Dach. Der Neubau ist ein bedeutendes Zentrum für den Forschungsschwerpunkt Proteinbiochemie. Die elektrische Energiebereitstellung von 1.000 kVA wird mit 2 x 630 kVA Transformatoren einschließlich Mittelspannungshauptverteilung und einer bauseitigen Netzersatzanlage realisiert. Der Neubau wurde mit einer hochwertigen Beleuchtungsanlage ausgestattet. Jeder Laborraum erhielt eine eigenständige Unterverteilung mit einer Absicherung mittels allstromsensitiver Fehlerstromschutzschalter. Die Abwärme aus dem Rechenzentrum eines Bestandsgebäudes soll zukünftig einen Teil der Energie für die Wärmeversorgung in dem neuen Laborgebäude bereitstellen. Dazu wurden die Gebäude auf dem Campus über ein unterirdisches Rohrsystem miteinander verbunden. In dem Neubau sorgen drei Kältemaschinen für ausreichend Kühlung. Zwei der Kältemaschinen sind als Wärmepumpen umschaltbar, um die Abwärme aus dem Rechenzentrum auf ein nutzbares Temperaturniveau zu bringen. Durch diese Energieumwandlung werden gegenüber einer konventionellen Energieversorgung Betriebskosten eingespart. Die Gebäudeautomation wird BACnet-fähig hergestellt, um in das Gebäudeleitsystem des Campus integriert werden zu können.

 

 

Fotos: © H.G. Esch, Hennef