Hörsaalgebäude Y Uni Bielefeld

Auftraggeber: Universität Bielefeld

Generalplanung/Architekt: behet bondzio lin architekten, Münster

Leistungszeit: 2018 bis 2021

Leistung: Planung und Objektüberwachung Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Förderanlagen, Nutzungsspezifische Anlagen, Gebäudeautomation

Kosten TGA netto €: 1.755.000,00

Das Gebäude befindet sich auf dem Gelände der Universität Bielefeld an der öffentlichen Straße „Konsequenz“ zwischen den Gebäuden Phy-X und Gebäude Z.
 
Alle erdberührenden Außenbauteile sowie ein eingestellter Erschließungs-, Technik- und Nassraumkern „Centerbox“ bestehen aus Stahlbeton. Die weiteren massiven Außenwände bestehen aus Brettsperrholzelementen. Die Innenwände in der „Centerbox“ sind, sofern tragend ebenfalls aus Stahlbeton ausgeführt, sofern nichttragend bestehen sie aus Leichtbeton- oder aus Kalksandstein-Mauerwerk. Die Außenhülle wird mit einer hinterlüfteten Vorsatzschale aus Zinkblech bekleidet.

 


Die Fensterfassaden werden als festverglaste Leichtmetall-Pfosten-Riegelkonstruktion mit Sonnenschutzglas erstellt, im Eingangsbereich mit integrierten einfachen Drehtürflügeln und einer doppelflügeligen Schiebetüranlage. Innenliegender Blendschutz ist in allen Unterrichtsräumen vorgesehen, im Hörsaal übernimmt dieser auch die Funktion der Verdunklung.

Die Nutzung dieses dreigeschossigen Gebäudes ist in folgende wesentliche Bereiche gegliedert:
    •    zweigeschossiger Hörsaal für 700 Personen (EG/1.OG)
    •    Foyer und Garderobe (EG)
    •    Seminarräume (1.OG)
    •    WC-Räume (EG und 1.OG)

Das Gebäude ist mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, welche das Gebäude mit Strom versorgt. Die Kühlung des Gebäudes erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, der benötigte Strom wird über die Photovoltaik-Anlage erzeugt. Die Kühlung des Hörsaals und der Seminarräume erfolgt über bedarfsgesteuerte Lüftungsanlagen, welche zusätzlich über die Luftqualität geregelt wird. Die Heizversorgung erfolgt vorwiegend über die Wärmepumpe und in der Spitzenlast über einen Brennwertkessel.  Die Beheizung erfolgt über ein Niedertemperatursystem, im Hörsaal über Deckenstrahlplatten und in den restlichen Bereichen über Fußbodenheizung.

Die Beleuchtung erfolgt über langlebige und energiesparende LED-Leuchten.

Für die audiovisuelle Nutzung des Hörsaals stehen neben einer Doppelprojektionsanlage mittels zwei Laserprojektoren auch eine Stereo-Beschallung sowie eine induktive Höranlage zur Verfügung. Gesteuert wird die gesamte Anlage von einer übergeordneten Mediensteuerung.

Der Neubau des Hörsaalgebäudes hat eine Bruttogrundfläche von 2.570 m², einen Bruttorauminhalt von 16.970 m³ sowie Nutzungsflächen im Erd- und Obergeschoss von insgesamt 1.155,08 m².

 Visualisierung: © behet bondzio lin architekten