SIEGI.241, Köln

Bauherr: STRABAG AG, Köln

Auftraggeber / Architekt: MHM architects MHM Ziviltechniker GmbH, Wien

Leistungszeit: 2015 bis 2018

Leistung: Planung (Lph 1-7), Qualitätssicherung in der LP 8, Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Raumlufttechnik, Kältetechnik, Kühldecken, Feuerlöschtechnik, Gebäudeleittechnik, Fördertechnik

Die Konzernzentrale der STRABAG AG an der Siegburger Straße 241 in Köln wurde um ein neues fünfgeschossiges Verwaltungsgebäude plus Tiefgarage erweitert. Der moderne Neubau verfügt über rund 17.100 m² Brutto-Grundfläche.

Die ZWP Ingenieur-AG wurde mit den Leistungsphasen 1 bis 7 der Technischen Gebäudeausrüstung beauftragt. Während der Planungsphase wurde von unseren Fachingenieuren zunächst ein 3D-Gebäudemodell mit den Programmen mh-software und AutoCAD MEP erstellt. Ab der Leistungsphase 5 hat sich der Auftraggeber für die Projektabwicklung mit der closed BIM-Methode entschieden. Dieser Prozess ist auf eine einheitliche Software abgestimmt und setzte in diesem Fall voraus, dass alle Projektbeteiligten mit Autodesk Revit arbeiten.

 

Das Hochbaumodell wurde von der Ed. Züblin AG, bauausführendes Generalunternehmen der STRABAG SE-Gesellschaft erstellt. Durch die Zusammenarbeit mit diesem im Hochbau sehr erfahrenen und hochprofessionellen Partner bot sich eine gute Gelegenheit, das volle Potenzial von Revit in Bezug auf eine Ausführungsplanung zu testen. Die Ableitung von Daten und Plänen aus dem Modell war problemlos. Dies umfasst unter anderem Raumlisten, Listen für die Massenauszüge und Zeichnungslisten.

Das neue Bürogebäude dient für die eigenen Mitarbeiter und für die Geschäftsführung. Weiterhin bietet der Neubau einen Besprechungsraumpool, eine Kantine für alle Mitarbeiter des Standorts und einen Fitnessraum. Die Bereitstellung der Heiz- und Kühlenergie erfolgt durch eine Geothermienutzung. Das Gebäude wird über Grundwasserbrunnen und Wärmepumpenanlagen konditioniert. Auf Basis einer seitens der ZWP Ingenieur-AG durchgeführten Variantenuntersuchung zum Raumklima wurden Kapillarrohrdecken zur Konditionierung der Räumlichkeiten gewählt. Bedingt durch die Nähe zum Bahndamm und die damit vorherrschende Schallbelastung an den Fassaden hat das Gebäude eine vollflächige, mechanische Belüftungsanlage erhalten. Die Lüftungsanlagen sind mit adiabatischen Abluftbefeuchtungsanlagen ausgestattet. Die Kälteerzeugung für die Raumlufftechnik und das Rechenzentrum erfolgt über eigenständige Kälteerzeuger. So kann insgesamt eine über den Jahresverlauf ausgeglichene Energiebilanz für die Energieentnahme und Energieeinkopplung in das Erdreich erzielt werden. Für den Personentransport sind im Gebäude vier verschiedene Aufzugsanlagen untergebracht. Im zentralen Erschließungspunkt des Gebäudes ist eine Dreieraufzugsgruppe vorhanden. Aus dem Foyer heraus werden Mitarbeiter in einzelne Bereiche des Gebäudes und auch in den Besprechungsraumpool im Staffelgeschoss transportiert. Die Gebäudeautomation beruht bei SIEGI.241 auf einer adaptiven und prädiktiven Regelstrategie mittels installierter Sensoren und einer intelligenten Regelung. Die technischen Lösungen, die Ausbildung der Gebäudehülle und der Einsatz von energiesparenden Technologien ermöglichen, dass das Gebäude als KfW55-Standard eingestuft worden ist.

Fotos: © ZWP Ingenieur-AG (S. Feld)
BIM Visualisierung: © ZWP Ingenieur-AG