Friedrich und Karl, Köln

Auftraggeber: PE FKS GmbH & Co. KG

Architekt: Wiel Arets Architects, München und HKR+ Architekten, Köln

Leistungszeit: 2021 bis 2025

Leistung: Planung (LP 1-6), Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Kältetechnik, Raumlufttechnik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Fördertechnik, Gebäudeleittechnik, Feuerlöschtechnik, Gebäudesimulation

Kosten TGA netto €: 36.600.000

Neubau eines innovativen Büroquartiers in Holz-Hybrid-Bauweise mit einem Maximum an Holzbauteilen

Im Kölner Norden entsteht mit dem Büroquartier Friedrich und Karl ein moderner Eingang zur Stadt. Auf dem rund 20.000 m² großen Grundstück der Mediengruppe DuMont, bietet sich eine attraktive Chance zur  Nachverdichtung. Das nachhaltige Projekt umfasst sieben Baukörper mit jeweils sechs Geschossen, die durch eine Pergola und ein Sockelgeschoss verbunden sind. Es soll das klimaschonendste Büroquartier Kölns  werden, ein Maximum an Holzbauteilen in der Konstruktion und ein intelligentes Energiemanagement werden dies gewährleisten. 

Dabei verantwortet ZWP das anspruchsvolle Haustechnikkonzept. Bei der Umsetzung der Planung arbeitet ZWP eng mit dem Team von MorgenGrün  – Innovationen von ZWP zusammen. MorgenGrün hat die Projektentwicklung von Bauwens bereits ab der Wettbewerbsphase unterstützt. So konnten frühzeitig ein innovatives Energiekonzept entwickelt und entscheidende Weichen für ein klimafreundliches Quartier 
gestellt werden.

Friedrich und Karl wird einen spürbaren Beitrag zur CO2-Reduzierung bei Bürobauten leisten und damit Maßstäbe für die Entwicklung nachhaltiger Gewerbeimmobilien in NRW setzen. Stichworte in diesem Zusammenhang sind Holz-Hybrid-Bauweise, LowTech sowie ein intelligentes Energiemanagement. Der Hauptbaustoff Holz besitzt von Natur aus gute Wärmedämm- und Isolationseigenschaften; langfristig wird er zudem einen erheblichen Anteil an CO2 in den Gebäuden an der Friedrich-Karl-Straße binden. 

Mithilfe des innovativen Energiemanagements wird Friedrich und Karl nahezu klimapositiv sein. Alle Dachflächen erhalten Photovoltaikanlagen, mit denen die Wärmepumpen zur Heizung und Kühlung der Räume nahezu autark angetrieben werden. Zum Heizen wird außerdem die Abwärme der Serverräume genutzt. Die restliche Heizenergie wird ausschließlich über Brunnengrundwasseranlagen gewonnen, eine erneuerbare
Energiequelle, die nur geringe Mengen an Treibhausgasen emittiert. Hierüber erfolgt in den Sommermonaten eine passive Gebäudekühlung.

Die begrünten Dächer können Regenwasser speichern, das verdunstet und so dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt wird. Auf eine flächendeckende mechanische Lüftung wurde bewusst verzichtet und das Gebäudekonzept LowTech mit maximalem Nutzerkomfort verfolgt. 

Auf eine Tiefgarage wurde verzichtet, stattdessen wird ein Mobility Hub errichtet und ein innovatives Mobilitätskonzept mit deutlich erhöhtem Fahrradanteil und einem digitalen Managementsystem entwickelt. Diese  Mobilitätsstation wird auch Carsharing- und E-Bike-Möglichkeiten anbieten. ZWP obliegt es, die Ladeinfrastruktur mit Lastmanagement in Verbindung mit der Photovoltaikanlage zu planen.

Bilder: © HKR+